Lukas Pürmayr "Solange du bleibst"
Das Moment der Schwebe, wie es im Ausstellungstitel "Solange du bleibst" mitschwingt, durchzieht das künstlerische Schaffen von Lukas Pürmayr (geboren 1994 Reutte in Tirol, AT).
Nicht die Suche oder der Wunsch nach einem bestimmten Motiv, sondern vielmehr Fragen nach dem “Scheinbaren”, dem Ungefähren und einer interpretatorischen Freiheit, die Pürmayr den Betrachtenden gewährt, sind Teil seines fotografischen Ansatzes. Am Anfang steht oft die Frage, wie sich die Wahrnehmung eines Ortes oder einer Szenerie durch die Inszenierung der Fotografie verändert. Lukas Pürmayr bewegt sich in seiner Kunst zwischen analoger und digitaler Fotografie, erweitert sein Spektrum um filmische und textliche Arbeiten sowie um kooperative Projekte. Neben der Auseinandersetzung mit dem “Scheinbaren” sind es auch Fragen nach Identität und sozialen Gefügen, die er in seinen Arbeiten unaufgeregt verhandelt. Die von einem analytischen und ebenso poetischen Blick geprägten Werke laden gleichsam zu philosophischen Reflexionen ein.
In der Ausstellung sind Werke zu sehen, denen etwas Mystisches innewohnt, und die vielleicht sogar symbolisch gedeutet werden können: Nächtliche Szenen, schleierhafte Situationen changieren zwischen fotografischer Abstraktion und konkreter Erzählung. Meist sind die Fotografien menschenleer und erzählen doch von zivilisatorischer Anwesenheit und unterschiedlichen Identitäten. In einer Gemeinschaftsarbeit mit seinen beiden Schwestern wird ein unwirtlicher Urlaubsort in der Off-Season mit fiktiven Tagebucheinträgen verknüpft. Konkret und ungreifbar zugleich zeigt sich auch eine Videoarbeit in Stop-Motion. Buchstäblich zur überragenden Gestalt in der Ausstellung wird das raumhohe Motiv einer Schleiereule, die als Beobachterin und Wegweiserin zugleich fungiert.
Öffnungszeiten:
Samstag, 10.10, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntag, 11.10., 11 .00 Uhr bis 17.00 Uhr